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Sonntag, 7. Januar 2018

Ein intensives Wochenende


Ein Wochenende im Oktober und ich war wieder mal bei einem Workshop : Kopf oder Büste modellieren stand auf dem Programm. 
Und es entstand genau was ich wollte :-)
Ganz perfekt ist sie noch nicht, meine Jolie. Trotzdem bin ich zufrieden, denn ich wollte ja nur was lernen, die Feinheiten kommen mit der Zeit in meiner Werkstatt.
Ich kann am Besten ganz für mich alleine wurschteln :-)

Und ich habe sie auch noch heil nachhause transportiert, das ist bei ungebrannten Objekten auch immer riskant.

Hier steht sie nun auf dem Küchentisch, muss trocknen, und auch noch "behandelt" werden, bevor sie gebrannt werden kann.






Schön durchgetrocknet, habe ich mit Oxyd und Carbonat gepinselt.


Vieles entwickelt sich ja erst im Brand, so war ich im Gesicht dann doch zu vorsichtig. Die Augen und Augenbrauen wollte ich eigentlich mehr betonen.
Macht aber nix, ich kann ja nochmal pinseln und nochmal brennen.
Vielleicht lass ich es aber auch so, muss ja nicht immer alles perfekt sein.
Wir Menschen sind's ja auch nicht!






Natürlich sehe ich auch, das die Proportionen nicht ganz stimmen, die Stirn ist etwas zu hoch, meine ich.
Außerdem hat sie keine Ohren, dazu hatte ich keine Lust mehr und habe eine Frisur kreiert, die die Ohren verdeckt. Aber zu spät ist mir dann aufgefallen, dass der Haaransatz so ja auch nicht stimmt. 




Aber dennoch, ich bin zufrieden. Immerhin sehe ich meine Fehler und weiß, wie ich sie das nächste Mal vermeiden kann.
Und so bin ich einfach glücklich, es war ein geniales Wochenende, nach der Arbeit konnte ich meinem Hotel auch noch die Sonnenterrasse genießen.
Am Ende kehrte ich rundum zufrieden, voller neuer Eindrücke und total ausgeglichen nach Hause zurück!

Und kommenden Oktober fahr ich da wieder hin und lerne noch den Körper dazu :-)

Sonntag, 7. Mai 2017

Käferhäuschen im Küchengarten


Manchmal scheint sogar die Sonne. Das war letztes Wochenende, dieses ist leider wieder total verregnet, naja, die Natur braucht den Regen.
Also schnell noch im Nieselregen die Pilzhäuschen fotografiert.




 Sie haben letzte Woche noch mit in den Ofen gepasst, und weil mir die Häuschen eigentlich recht gut gefallen, werde ich jetzt noch Größere machen.
Auf dem roten Ton gefällt mir die rote Glasur besser, aber der grimmige Gockel wartet ja immer noch auf den Brand, also mache ich heute erst einmal helle Häuschen, gleich geht's los, denn das Wetter lockt überhaupt nicht nach draussen!

Sonntag, 23. April 2017

Bloß keine Langeweile...

Samstag, endlich Wochenende und eigentlich gerne für Gartenarbeit reserviert. Nach einem ausgiebigen Gartenrundgang habe ich aber genug gesehen, so viele Frostschäden hatte ich dann doch nicht erwartet.
Gefühle habe ich ähnliche wie nach einem Hagel im Sommer. Die einzige Hoffnung, es treibt hoffentlich wieder neu aus, und ich weiß was ich mir noch anschaffen muss : Vlies zum Abdecken.
Leider gibt es solche Frostnächte fast jeden Frühling bei uns.

Langer Rede kurzer Sinn, ich bin frustriert, es ist außerdem viel zu ungemütlich, bevor jetzt Langeweile aufkommt, ab in die Werkstatt.
Weiß auch nicht so recht, was ich machen soll, hab zwar was im Kopf, aber erst mal müssen Reste offener Tonpackungen verarbeitet werden....




Pilzhäuschen, Käferhäuschen, und der rote Ton ist verarbeitet :-)
Und die drei haben es geschafft, ich bin wieder guter Laune.
Die Dächer werde ich glasieren, der Rest wird patiniert.
Der Ofen muss schnell voll werden, also was hab ich denn schon fertig...
ah, der Gockel guckt auch schon ganz grimmig



Schon viel zu lange wartet er, knochentrocken, daß er endlich gebrannt wird.
Also aus einem anderen Rest schnell noch zwei Kollegen arbeiten



So, Frust abgebaut, Ton-Reste verarbeitet, also war es doch noch ein guter Tag.
Und das was in meinem Kopf ist, darf nun in die Tat umgesetzt werden, der Ofen muss ja voll werden!

Montag, 17. April 2017

Ach du dickes Mädel

Urmütter, Göttinnen und andere starke Frauen - so der Titel des Work-Shops, den ich diesen Frühling besuchte.


Unser Kursleiter, Thomas Welti, hatte alles schon vorbereitet, außer unseren Händen brauchen wir nur noch ein Messer zum Modellieren.
Es war schon überraschend, alles war da und wir müssen nur noch beginnen.
Doch zuvor erhielten wir noch eine theoretische Schulung zu unserem Projekt und auch gleich eine CD mit allem Wissenswertem.
Wirklich genial, perfekt vorbereitet!




Und hier werkeln wir alle schon eine ganze Weile an unseren Mädels ( warum hat eigentlich niemand ein männliches Modell geschaffen :-)








Wie man sieht arbeiten wir auf einem Ständer, massiv, so kann man wegnehmen, hinzufügen...




Langsam kann man sogar erkennen, was das werden soll.



Das Loch im Kopf muss noch verschlossen werden, deshalb die Tüte überm Kopf




 Sie bekommt den letzten Schliff, und ausgehöhlt muss sie auch noch werden



Schon komisch, fast fertig, dann wird sie wieder aufgeschnitten...
und nun liegt sie zuhause auf einem Kissen um langsam zu trocknen.
Und wenn sie gebrannt ist, bekommt sie einen Platz in meinem Zinkwannen-Teich.
Vorher zeige ich dann aber auch noch die zweite Dame, die entstanden ist.

Das war eine tolle Woche auf der Höri-Halbinsel im Bodensee, wir haben viel gelacht, waren eine tolle Truppe. Und das Gelernte wertvoll, danke an Thomas, es war rundherum gelungen.

Nun heisst es weiter üben, üben, üben....

Montag, 7. September 2015

Von Kugeln und Geschenken

soll dieser Beitrag berichten, aber nicht von hastig ausgesuchten und gekauften Dingen, sondern von Sachen, die nicht unbedingt vom Geldbeutel abhängen.
So versuche ich, das Jahr über genau aufzupassen, wovon die zu Beschenkenden reden, schwärmen. Es gelingt nicht immer, aber manchmal passt es dann doch.


Ein Geburtstagsgeschenk für einen lieben Freund. Er mochte die Kugeln die ich letzten Herbst bei einem Workshop modelliert hatte, ich habe bereits davon berichtet: Faszination Kugel

Also machte ich mich daran, für ihn auch eine Kugel zu modellieren.
Das hat er nun davon :)

Auch ich bekomme Geschenke, die mir am Herzen liegen. Für mich als Garten-Verrückte sind das natürlich am Liebsten Pflanzen.
Wenn ich durch meinen Garten gehe und die ganzen geschenkten Pflanzen sehe, geht mir das Herz auf und so viele, schöne Erinnerungen an die Schenkenden, werden wieder lebendig. Und so haben viele Pflanzen eine Geschichte.


Ribes sanguineum Brian Jou
Ich bin ganz entzückt, die Blüte hatte ich schon verpasst, aber die Früchte sehen ja auch toll aus.
Er ist ein ganz besonderes Geschenk für mich, erinnert er mich doch an meine Reise nach Hessen. Und er hat eine weite Reise hinter sich, er kam aus Schottland über Hessen an den Bodensee.
Genau so wie die vielen Wurzen-Kindel



Hier schon eingewachsen in einen großen Scherben und die restlichen in eine meiner Kugeln gepflanzt.
Die Schenkende bemerkte, ich hätte sie zu dicht gepflanzt. Das werde ich noch ändern, wichtig war erstmal das sie versorgt sind.


Einiges habe ich aber auch selbst gekauft, hier einfach noch einige Bilder aus dem Garten, der sich nun langsam sein Herbstkleid anzieht, ich freue mich!
Bald wird wieder ein Feuerwerk aus Farben leuchten.



Die Herbstanemonen strahlen, hier Anemone tomentosa " Serenade ", wächst fast bis in den Himmel


Zu ihren Füssen rankt Geranium wallichianum " Pink Penny " ohne sie zu bedrängen und blüht seit Wochen.

Noch eine Schöne


Anemone Japonica-Hybride " Pamina"

Und noch ein Star in meinem Schattenbeet


Hydrangea arborescens " White Dome "


Die Blüten, die auf sehr starken Stielen stehen, verfärben sich in ein wunderschönes Hellgrün, es leuchtet richtig im Dunklen.

So könnte ich immer weiter machen, aber ich muss ja wieder mal einen Post schreiben können :)

Donnerstag, 6. August 2015

Gartenreise nach Hessen Teil II

Nun sind schon wieder drei Wochen vergangen, seit ich meine Gartenreise nach Hessen antrat. Nach einer kurzen Verschnaufpause mit wenig Regen und etwas kühlerem Wetter, hat es nun wieder über 30°C.
So hat sich in den von mir besuchten Gärten nicht viel verändert, die Pflanzen leiden weiterhin unter der großen Trockenheit - und die Besitzer unter dem ewigen Gießen und Kannenschleppen.
Als wir diesen Garten betraten, mutete er mich im ersten Moment asiatisch an




Wie man sieht, wird hier auch gearbeitet :)




Dieser asiatische Eindruck verschwand aber gleich wieder, als ich nach rechts blickte :


Ein ganzer Tisch voller Mäuse :)
Aber es gab ja noch soviel mehr zu entdecken, auch ganz wunderschöne Keramik, genau wie ich sie gerne mag, keine schrillen Farben, sondern harmonische, erdige Töne, die sich wunderbar im Garten einfügen. Fast so, als wären sie schon immer da.



Der Garten liegt in einem Hang, abgestützt durch Natursteinmauern, geführt auf Wegen mit Pflastersteinen.
Eine Stufe weiter, ein Hosta-Walk


wendet man sich nach links oder rechts, 


findet man auch noch ein Gemüsebeet 


Wieder nach oben, wurden wir in der, von Rosen überwachsenen Laube, mit Selbstgebackenem, Tee und Kaffee vorzüglich bewirtet.
Ein göttlicher Milchkaffee wurde mir kredenzt!


Man mag es nun dem Garten nicht ansehen, das es seit Wochen nicht geregnet hat. Aber auch hier gab es Schäden durch die lang anhaltende Trockenheit.
Zum Beispiel erzählte die Besitzerin, sie habe ihren Buchs dieses Jahr noch gar nicht schneiden müssen, es habe gar keinen Zuwachs gegeben.



So eine private Gartenreise ist etwas ganz Besonderes. Man lernt nicht nur verschiedene Gärten, sondern auch ihre Besitzer kennen.
Auch die Besitzerin dieses Gartens, eine quirlige, amüsante Erzählerin, hat mich beeindruckt. Mit wieviel Hingabe hier gegärtnert wird, wollte ich mit meinen Bildern zeigen.
Und wer nun denkt, das kommt mir doch bekannt vor, so ist das kein Wunder, denn meine Gartenfreundin Sigrun hat ja erst vor kurzem von unserem Besuch berichtet. Ich fand es spannend, zu sehen, aus welchem Blickwinkel sie fotografiert hat. 
Diese schönen Tage werde ich noch lange nacherleben. 
Auch Sigrun's Garten habe ich mit Freude erkundet, habe Bekanntschaft mit dem Schlitzer-Flitzer-Nein gemacht. Ihn hätte ich am letzten Tag am Liebsten in meiner Reisetasche verschwinden lassen.
Und nochmals meinen ganz herzlichen Dank an Sigrun, mal sehen, was ich in ihrem Garten gefunden habe, doch davon demnächst..