Freitag, 18. April 2014

Grenzenloses Gartenerlebnis im Hegau

Die letzten Nächte waren recht frostig, im Radio wurde gewarnt, die Obstbauern stellten Stopgel-Kerzen in die Plantagen oder machten eine Frostberegnung um die Blüten zu schützen, nur ich war so leichtsinnig und habe die Gefahr unterschätzt. Obwohl wir hier 200m höher gelegen sind, als der Bodensee.
 Nun, ich bekam die Quittung! Erst beim zweiten Gartenrundgang habe ich es bemerkt : Eine kleines Kugelbäumchen ( Robinie ) und meine neugepflanzte Samthortensie haben arg gelitten. Nun heisst es für mich, hoffen, das die beiden wieder durchtreiben. Plötzlich erinnerte ich mich auch wieder, gelesen zu haben, das der Neuaustrieb der Hortensie etwas Frostempfindlich wäre. Eine kleine Hoffnung auf Blüten mach ich mir aber noch, denn sie sollen ja am diesjährigen Holz blühen. Immerhin weiß ich jetzt, welche Pflanzen in zukünftigen Jahren mehr Beachtung wünschen.
 
Wie ich nun so über meine Leichtsinnigkeit sinnierte, kam mir plötzlich ein Garten, den ich vor zwei Jahren besuchte, ins Gedächtnis.
Im Rahmen des "Grenzenloses Gartenerlebnis" eine Veranstaltung in unserer Region, haben wir uns aufgemacht, zwei Gärten zu besuchen.
Der erste Garten liegt ganz bei mir in der Nähe, und man kann ihn ohne Voranmeldung besuchen, also nichts wie hin.

Gleich am Eingang



Deshalb kam mir dieser Garten in den Sinn. Der Hausherr zieht jährlich hunderte von Sommerblühern. Wo er sie wohl die letzten Nächte  untergebracht hat? Hoffentlich im Gewächshaus. Laut Beschreibung im Flyer der Veranstaltung :

Ein kleiner Teil des ca. 3.000 qm großen Privatgartens ist mit Stauden bepflanzt, welche die großen, mit langblühenden Sommerblumen bepflanzten Flächen, ergänzen. Begrüßt wird der Gartenfreund im Eingangsbereich von mit ca. 500 Petunien bepflanzten Blumenkästen und Kübeln. Im Blumengarten selbst erwartet den Gast ein reichlicher Sommerflor so z.B. ca. 300 Dahlien und Mignon Dahlien aller Farben und Sorten, unzählige Begonien, Impatiens, Ageratum, Tagetes, Zinnien, Verbenen, Sonnenblumen, Cosmea, Gazanien und viele andere.






Es war ein  sehr warmer Tag und der Hausherr war gerade mit dem Bewässern beschäftigt. Aber er nahm sich gleich Zeit für uns. Zugegeben, es ist nicht unbedingt mein Gartenstil, aber zum Angucken war es auf jeden Fall höchst interessant. Ich kann mir sehr gut vorstellen, welche Arbeit das macht : aussäen, pikieren der Einjährigen, auspflanzen, pflegen und im Herbst dann wieder das ausgraben und etikettieren der Dahlien. Und er erzählte jedes Jahr kämen neue Dahlien dazu. Meinen Respekt hat er! Ich meine, da gehört schon eine gehörige Portion Garten-Enthusiasmus dazu.





Fast verschwinden die mehrjährigen Stauden und Rosen zwischen all der Dahlienpracht. Für mich und meine Begleiter, eher Staudengärtner, war es ein spannender Gartenbesuch und auch das Gespräch mit dem Gartenbesitzer, wenn wir auch seine Meinung nicht teilen konnten. Er meinte, ein Staudengarten wäre ja eher langweilig, weil alles nur einmal blühe und dann den Rest des Gartenjahres nur noch Blätter habe. Nun ja, wir sehen das anders. :))

Das hier könnte mir in meinen Garten auch gefallen


Der zweite Garten, denn wir an diesem Tag besuchten war wieder völlig anders, wir waren begeistert, aber davon ein anderes Mal.
Bis bald und frohe Ostern!


Kommentare:

  1. Von den Einjährigen bin ich weit abgekommen, und darum ist mir dieser Garten auch ein wenig bunt, obwohl man mit Einjährigen natürlich auch andere Farbergebnisse erzielen kann. Wenn ich ihn im Kontext mit der Landschaft sehen könnte, würde er mir vielleicht gefallen, wer weiß!

    Ich wünsche dir ein schönes Osterfest!

    Sigrun

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  2. Also das ist absolut nicht mein Gartenstil, aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden :-)

    LG Lis

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  3. Wow, was für Bilder!!! Danke!
    Da ist doch die eine oder andere Idee grad mitzunehmen!
    Hab ein wunderschönes Osterfest
    Elisabeth

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  4. Hallo Rafaela,
    oh das Zittern der letzten Nächte kommt mir bekannt vor. Bei uns trifft es zuallererst unser riesiger Nussbaum.Der verliert beim geringsten Frost jedes mal seine gerade erst ausgetriebenen Blätter. Aber gegen die Macht der Natur kann man nicht angehen. Obwohl: bei uns haben sie in den beiden Frostnächten 3 Hubschrauber losgeschickt, die die Luft in gefährdeten Weinlagen durcheinander gewirbelt haben. Das hat die Temperatur auf 2 Grad erhöht. Es hat geholfen.
    Danke fürs Zeigen des besuchten Gartens. Ich bin da eher eurer Meinung. Aber auch ich habe Respekt vor solchen Leistungen.
    Schöne Ostern, Anne

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